Zu Beginn die wichtigsten Telefonnummern zur schnellen Hilfe in Österreich. Auch mit jedem Mobiltelefon ohne Vorwahl und ohne SIM Card zu erreichen:

 

Feuerwehr  :::  122
Polizei  :::  133
Rettung  :::  144
Bergrettung  :::  140
Euro Notruf  :::  112

Tipps vom Roten Kreuz
(Quelle: www.roteskreuz.at)

Rettungs-Leitkette
Die Fahrer der Notarztwägen sollten so schnell wie möglich zu dem Verletzen finden. Stellt einen Helfer, soweit verfügbar, ab um den Notarzt einzuweisen. In manchen Fällen kommt Notarzt und Rettungswagen getrennt voneinander. Stelle sicher, daß beide eingewiesen werden.

Rechtliches
Grundsätzlich ist man zur Hilfeleistung verpflichtet. Während der Hilfeleistung handelt man nach bestem Wissen und Gewissen. Ein Helfer kann nicht belangt werden.
Unterlassene Hilfeleistung ist eine Straftat und wird belangt.

Bei Bewusstlosigkeit muss der Helm abgenommen werden!

Informationen:

  • Zweiradfahrer sind einer Vielzahl von Gefahren ausgeliefert. Nässe, Laub, Geschwindigkeit, das Übersehen durch Autofahrer – egal, was als Ursache für einen Unfall gilt, im Fall des Falles bleibt dem Motorradfahrer nur Bekleidung und Helm als Knautschzone.
  • Mit dem Start der Motorradsaison beginnt auch wieder die Debatte, ob man einem verunfallten Biker nun den Helm abnehmen soll oder nicht.
  • Ist der Verletzte ohne Bewusstsein, muss der Helm zur Kontrolle der Atmung bzw. zur Sicherung der Atemwege abgenommen werden.
  • Wenn möglich sollten hierbei zwei Helfer zusammenarbeiten. Der Helm muss unter vorsichtigem Zug abgenommen werden. Ein Ersthelfer kniet oberhalb des Kopfes, erfasst seitlich mit beiden Händen den Helm und richtet den Kopf des Patienten unter leichtem Zug gerade. Der zweite Ersthelfer kniet seitlich neben dem Kopf des Verunglückten, klappt das Visier oder Sichtglas hoch, entfernt gegebenenfalls die Brille und öffnet den Kinnriemen. Während der Helmabnahme sorgt der zweite Helfer für die Fixierung des Kopfes. Dazu greift er mit der einen Hand unter den Nacken, mit der anderen Hand umfasst er das Kinn des Verunglückten.
  • Dann muss die Atmung überprüft und mit den lebensrettenden Sofortmaßnahmen begonnen werden.
  • Die korrekte Helmabnahme lernt man in den Erste-Hilfe-Kursen, die an allen Rotkreuz-Dienststellen angeboten werden.
  • Ein so genannter Erste-Hilfe-Coach unterstützt am Mobiltelefon das Erlernen der richtigen Maßnahmen zur ersten Hilfe.

Zitate:

„Erste Hilfe rettet Leben“, so der Rotkreuz-Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber. „Wir bieten in ganz Österreich Kurse an, in denen gelehrt wird, was im Notfall zu tun ist. Ich kann nur jedem Menschen raten, das Erste-Hilfe-Wissen aufzufrischen. Denn man kommt leicht in eine Situation, in der man entweder helfen muss, oder selbst Hilfe benötigt.“

„Ein Sturzhelm schützt den Kopf vor Verletzungen, er birgt aber auch die Gefahr des Erstickens, wenn ein Motorradfahrer nach einem Sturz das Bewusstsein verliert“, sagt Rotkreuz-Chefarzt Dr. Wolfgang Schreiber.

„Ein Ersthelfer kniet oberhalb des Kopfes, erfasst seitlich mit beiden Händen den Helm und richtet den Kopf des Patienten unter leichtem Zug gerade“, erklärt Schreiber. „Der zweite Helfer kniet seitlich neben dem Kopf, klappt das Visier hoch, entfernt gegebenenfalls die Brille und öffnet den Kinnriemen. Während der Helmabnahme sorgt der zweite Helfer für die Fixierung des Kopfes.“

Die wichtigsten „Handgriffe“ bei Erste Hilfe - Maßnahmen.
Diese Tipps können jedoch keinen Erste Hilfe - Kurs ersetzen!

Merke: Unterlassene Hilfeleistung bei verunfallten Personen ist strafbar!

Helm abnehmen
Am besten nimmt man den Helm zu zweit ab. Dabei ist es wichtig, daß man sich abstimmt und miteinander spricht.
Während ein Helfer den Kopf stützt und leicht auf Zug hält, nimmt der Zweite den Helm ab. Das geschieht schrittweise, wobei der „Stützer“ ständig nachgreift.
Ist der Helm abgenommen, übernimmt der „Abnehmer“ den Kopf und legt ihn vorsichtig ab.

Atemkontrolle
Schau in den Mund, ob die Atemwege frei sind (Zunge, Erbrochenes).
Falls nicht, mußt Du die Atemwege frei machen, sonst könnte der Verletze ersticken.
Lege eine Hand auf den Bauch und höre, ob der Verletzte atmet.
Ist Atmung vorhanden, bringst Du Ihn in die stabile Seitenlage. Atmet er nicht, folgt die Herz-Lungen Wiederbelebung.


Stabile Seitenlage
Wichtig dabei ist, daß der Kopf achsengerecht mit gedreht wird, damit Wirbelsäulenbewegungen vermieden werden.
In der Seitenlage solltest Du beobachten ob der Verletzte weiter atmet.


Herz-Lungen-Wiederbelebung
Atmet der Verletzte nicht, beginnst Du mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Dazu mußt Du den Oberkörper frei machen.
Er drückt senkrecht mit dem Handballen 30x und beatmet anschließend.
Drucktiefe ca. 4-5cm.
Zur Beatmung legt er den Kopf des Verletzten zurück, hält die Nase zu und beatmet 2x, danach drückt er wieder 30x.
Nach ca. 4 Wiederholungen erfolgt wieder eine Atemkontolle.
Atmet der Verletzte nicht, wiederholt der Helfer das ganze, bis der Notarzt eintrifft.

Rückenverletzungen
Spürt der Verletzte ein Kribbeln in den Beinen, bzw. hat er kein Gefühl mehr, ist Kot oder Urin abgegangen, dann besteht die Gefahr einer Rückenverletzung. Ist der Verletzte ansprechbar, beruhigt man ihn und läßt Ihn in der aktuellen Position liegen. Ist er nicht ansprechbar, besteht die Gefahr des Erstickens. Also bringt man ihn die die stabile Seitenlage.
Atmet er nicht, beginnt man mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung.

 

 

Fahre nie schneller als Dein Schutzengel fliegen kann!

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