Ein Wort an die LenkerInnen von mehrspurigen Kraftfahrzeugen

 

Was ein(e) MotorradfahrerIn im Strassenverkehr anders macht

Lest doch bitte mal den nachstehenden Text, und Ihr werdet uns Motorradfahrer noch besser verstehen.

Vielen Dank!

 

MITEINANDER - STATT GEGENEINANDER!

Motorradfahrer können in Kurven sehr schlecht bremsen.



Fährt ein Motorradfahrer vor einer Linkskurve rechts ran, heißt das nicht, daß er das hinter ihm fahrende Auto vorbeilassen will, sondern daß er gleich auf die linke Seite der Fahrspur hinüberzieht, um am Kurvenausgang nicht in der Vegetation zu landen.



Legen sich Motorradfahrer in die Kurve, ist das keine Angeberei sondern die normale Art, ein Motorrad zu lenken.



Wenn sich ein Motorradfahrer in die Kurve legt, wird er fast so breit wie ein PKW!



Rechne jederzeit (auch beim Überholen) damit, daß ein Motorradfahrer plötzlich nach links oder rechts zieht. Er weicht Stellen aus, wo ein Autofahrer problemlos drüberfährt (z.B. einer toten Maus).

 


Stürzt ein Motorradfahrer, ist der Abstand des nachfolgenden PKWs meist zu kurz, um vor dem Gestürzten noch anhalten zu können. Der Motorradfahrer wird überrollt - und der Autofahrer wegen Nichteinhaltung des Anhalteweges strafrechtlich zur Verantwortung gezogen.



"Vorbeischlängeln" zwischen Kolonnen ist in Österreich seit 16. Juni 1998 (20. Novelle der Straßenverkehrsordnung) erlaubt. Lt. § 12 Abs. 5 StVO dürfen die Lenker einspuriger, später ankommender Fahrzeuge neben oder zwischen den bereits angehaltenen Fahrzeugen vorfahren, um sich mit ihren Fahrzeugen weiter vorne aufzustellen. Natürlich nur, wenn niemand behindert oder gefährdet wird.



Motorradfahrer müssen lt. Gesetz grundsätzlich in der Mitte des Fahrstreifens fahren.



Motorräder sind schmal. Beim Fahrstreifenwechsel nicht nur in die Spiegel schauen - der
Motorradfahrer könnte sich im Toten Winkel befinden - unbedingt
Schulterblick machen!



Keine glühende Zigarettenkippe aus dem Autofenster werfen. Sie könnte im offenen Visier oder in der Kleidung des hinter Dir fahrenden Motorradfahrers landen!



Motorräder, die auf dem Seitenständer abgestellt sind und zugeparkt werden, lassen sich nicht mehr aufrichten. Ist der Motorradfahrer nicht in der Lage, sein Motorrad (200, 300 kg oder mehr) "auf die Seite zu heben", muß er das behindernde Fahrzeug anzeigen bzw. den Abschleppdienst rufen.



Ein Motorrad kostet mindestens genauso viel wie ein Mittelklassewagen. Motorräder umzustoßen ist kein Kavaliersdelikt!



Motorräder haben (meistens) keinen Rückwärtsgang. Rückwärts einparken oder zurückschieben dauert daher ein bisschen länger.



Motorradfahrer benutzen auf Autobahnen gerne die 2. Fahrspur, da die Spurrillen in der 1. Fahrspur die Fahreigenschaften des Motorrades ziemlich beeinträchtigen.

 


(Text aus: Bikerwelt.at)

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